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FORSTSCHUTZ

Unter dem Begriff "Forstschutz" werden in der Forstwirtschaft Maßnahmen zum Schutz von Wäldern und Baumbeständen vor Schäden jeglicher Art verstanden.

Wesentliche Faktoren, die zum Waldsterben führen können:

• abiotische Faktoren – Schäden entstehen durch die unbelebte Umwelt  etwa durch Bodenfrost, Dürre, starke Niederschläge, Stürme u. ä.

• biotische Faktoren - Waldschäden werden durch „Forstschädlinge", also Tiere wie Wild, Mäuse, Insekten und durch Pilze oder Bakterien verursacht.

• anthropogene Faktoren - äußere Einflüsse, hervorgerufen durch menschliche Tätigkeit z.B. steigende CO²-Emissionen, Wasserverschmutzung, Erniedrigung des Grundwasserniveaus.

Aktueller Gesundheitszustand der Wälder  der Oberfrsterei ist eher stabil. Abiotische, biotische und anthropogene Schäden haben in der letzten Zeit der Stabilität des Waldbestandes nicht gefährdet.

 

Waldschutz vor Schadeninsekten

Zu den meist verbreiteten Waldschädlingen, die in unseren Forsten vorkommen, gehören: Kiefernspinner, Nonne und Kieferneule.

 
Die Insekten kamen in der sog. Gradation in den Jahren 1999-2008 vor. Die Gradationsfläche  beträgt in der Oberfrsterei Lubsko 2 601,52 Hektar.
Der Kampf der Revierleiter und Waldarbeiter gegen Waldschädline und deren  űbermässiger Vermehrung wird in großem Maße von Vögeln unterstűtzt.

Um die von Schädlingen angerichteten Schäden möglichst zu verringern, verwendet man zur deren Bekämpfung (auβer Pestiziden) auch andere Methoden. Wichtig ist dabei die naturbiologische Immunität der Forste zu stärken, indem man u. a. Vögel, Fledermäuse und Ameisenhügel unter Schutz stellt, mehr Laubbaumarte pflanzt und  Verjűngungen fördert.

 
 
Schwarzspecht. Fot. Paweł Mrowiński
 

Waldschutz vor Wildschäden

Das Gebiet ist auch eine interessante Stelle für Fauna, es weilen hier  u. a. Hirsche, Rehe und Wildschweine.
Das Wild hat einen wichtigen Einfluss auf die Forstwirtschaft.Die Wildschäden  sind im Gebiet der Oberförsterei nicht besorgniserregend. In den letzten Jahren lässt sich auch bemerken, dass immer weniger  Forstflächen zerstört werden. Zur Einschränkung der Wildschäden haben u.a. Umzäunung von Anbauen und jungen Versuchsflächen und  Erhaltung von Wildtieren auf konstantem Niveau beigetragen.
 
 
Hirschkuh. Fot. Paweł Mrowiński
 
 

Waldschutz vor Pilzen und Bakterien

Unter den meist krankheitserregenden Pilzen sind Honiggelber Hallimaschuner, Zunderschwamm und Wurzeln von Kieferbestand. 3591,33 ha Wälder befinden sich in der Oberförsterei auf ehemaligen lanwirtschaftlichen Grundstűcken. Der Waldbestand ist heutzutage von Hallimaschuner und Kiefernnadelrost stark bedroht. Überdies ist in allen Waldbeständen Zunderschwamm zu beobachten.

 

Die Waldbäume werden vor pilzlichen Pathogenen geschűtzt, indem   vorbeugende Maßnahmen getroffen werden. Dies ist zu erreichen durch:

- die Pflegeschnitte an jungen Bäumen,

- das Pflanzen von Laubbaumgattungen anstelle von Bäumen, die  von  Zunderschwamm angegriffen wurden,

- das Bestreichen der  Baumschnittfläche mit Baumwachs.